Wichtiges und Wissenswertes – alles rund um die evangelische Trauung

Auch heutzutage ist für viele eine Hochzeit ohne kirchliche Trauung unvorstellbar. Gute Gründe gibt es viele: der eigene Glaube, verbunden mit dem Wunsch nach Gottes Segen für die zukünftige Ehe, traditionelle Beweggründe oder einfach nur die Freude auf eine festliche Zeremonie, die dem schönsten Tag im Leben einen besonders feierlichen Rahmen verleihen soll.

Und tatsächlich machen das kirchliche Ambiente, die Liturgie, das Glockenläuten, der Einzug des Brautpaares, die Orgelmusik und nicht zuletzt der Ringtausch vor dem Altar die kirchliche Hochzeitsfeier für Sie und Ihre Gäste unvergesslich.  

Damit Sie Ihre Traumhochzeit in der Kirche Ihrer Wahl feiern können, müssen Sie als Erstes Ihren Trauwunsch bei Ihrer Kirchengemeinde anmelden. Das sollten Sie am besten möglichst frühzeitig tun, da viele Termine zu besonders begehrten Zeiten, wie z. B. im Mai, schnell ausgebucht sind. Möchten Sie sich als Paar evangelisch trauen lassen, müssen beide bzw. zumindest einer von Ihnen evangelisch getauft und noch Mitglied der Kirche sein und der andere ebenfalls dem christlichen Glauben angehören.

Ist Letzteres der Fall, kann die evangelische Trauung auch unter Beteiligung eines Geistlichen der anderen Konfession stattfinden. Gehört hingegen einer von Ihnen keiner christlichen Kirche an, gibt es verschiedene Regelungen. Eine Variante ist z. B. ein sogenannter ‚Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung‘, der von einigen evangelischen Landeskirchen angeboten wird.  

Video: E - Wie Evangelisch: Die Hochzeit


Ganz wichtig: das persönliche Traugespräch  

Weitere Voraussetzung ist ein sogenanntes Traugespräch mit dem Pfarrer, bei dem Sie gemeinsam die Trauung vorbereiten sowie den Ablauf und die Gestaltung des Gottesdienstes festlegen. Zum ersten Kennenlernen werden Sie dabei einiges über sich als Paar erzählen und über Ihre künftige Ehe, die Lebensplanung sowie Ihren Glauben sprechen. Zudem können Sie Ihr Trauversprechen selbst oder mit dem Pastor zusammen formulieren und einen Trauspruch aus der Bibel, einem Lied oder einem Gedicht auswählen.

Und selbstverständlich ist auch das rein Organisatorische abzuklären: der Einzug in die Kirche, die Musikauswahl, der Blumenschmuck, Ihre eigene bzw. die Mitwirkung von Freunden oder Verwandten am Gottesdienst sowie die obligatorischen Foto- und Videoaufnahmen während der Feier. Ebenso müssen sich etwaige ‚Überraschungen‘ harmonisch in den Gesamtablauf einbinden. Unser Tipp: Schreiben Sie sich am besten die wichtigsten Punkte vorher auf, damit Sie bei dem Gespräch nichts vergessen.  

Bedeutendste Frage ist natürlich die nach Tag und Uhrzeit Ihrer Trauung. Hier existieren je nach Kirchengemeinde unterschiedliche Regelungen. Manche Termine sind frei wählbar, andere nicht. Bestimmte Tage und Zeiträume sind jedoch von vornherein für Trauungen ausgeschlossen, z. B. die Karwoche sowie bestimmte Feiertage. Für die Anmeldung zur evangelischen Trauung benötigen Sie folgende Dokumente: einen gültigen Personalausweis, eine Taufurkunde, eine Konfirmationsbescheinigung sowie die Heiratsurkunde des Standesamtes oder – wenn die standesamtliche Trauung noch nicht stattgefunden hat – die Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung. Falls Sie in einer anderen Gemeinde als Ihrer eigenen heiraten möchten, ist noch das sogenannte Dimissoriale hinzuzufügen – die Zustimmungserklärung Ihrer Heimat-Kirchengemeinde.  

Die evangelische Trauung – Ablauf und Bedeutung  

Die evangelische Trauung besteht aus insgesamt drei bzw. vier Teilen und folgt meistens einem vorgegebenen Grundmuster, das jedoch individuell ergänzt werden kann – z. B. durch persönliche Lieder und Texte sowie die Mitwirkung von Freunden und Verwandten.

Der 1. Teil ‚Eröffnung und Anrufung‘ beginnt mit dem Einzug in die Kirche. Dabei zieht das Brautpaar gemeinsam mit dem Pfarrer und evtl. den Trauzeugen und Blumenkindern unter Glockenläuten und feierlichem Orgelspiel in die Kirche ein. Nach einer kurzen Begrüßung der Gemeinde durch den Pfarrer sowie einem oder mehreren christlichen Liedern, die von den Hochzeitsgästen gesungen werden, folgt das sogenannte Eingangsvotum. Das ist ein kurzer Bibelvers, der zur Einstimmung auf den Gottesdienst vorgetragen wird. Abschluss des 1. Teils ist das Eingangsgebet, das entweder vom Pfarrer oder der Gemeinde gesprochen wird, bzw. ein Psalmgebet, das von einem Freund bzw. Verwandten oder von den Männern und Frauen der Gemeinde im Wechsel gesprochen werden kann.

Am Beginn des 2. Teils ‚Verkündigung, Bekenntnis, Segnung‘ steht eine Lesung von Passagen aus der Bibel zum Thema Liebe und Partnerschaft. Hierauf folgt die Predigt, die Ihren ausgewählten Trauspruch zur Grundlage hat. Anschließend folgt der lang ersehnte Moment und eigentliche Höhepunkt der Zeremonie: Das Brautpaar tritt nach vorne zum Altar, wo es bis zum Ende des feierlichen Trauungssegens bleibt. Bei dem darauf folgenden Abschnitt, dem Traubekenntnis, gibt es zwei Varianten: Bei der einen stellt Ihnen der Pfarrer nacheinander Fragen, die Sie jeweils mit ‚Ja, mit Gottes Hilfe‘ beantworten. Bei der anderen tragen Sie sich gegenseitig vorbereitete Trauversprechen vor.

Direkt daran anschließend findet als Zeichen der Zusammengehörigkeit der Ringtausch statt, dem der Pfarrer die berühmten Worte hinzufügt: ‚Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.‘ Die abschließende Segnung erfährt das Brautpaar durch den Pfarrer oder auch durch Freunde bzw. Verwandte, während sie Ihnen die Hand auflegen.  

Die Feier des Abendmahls kann auf Wunsch als 3. Teil der Hochzeitszeremonie stattfinden. Die ‚Sendung‘ ist der letzte Teil, bei dem im Rahmen eines Fürbittengebetes der Menschen gedacht werden soll, die aufgrund von Krankheit nicht an der Feier teilnehmen können. Da das Vaterunser fester Bestandteil jedes Gottesdienstes ist, wird es ebenfalls kurz vor Ende der Trauung von Pfarrer und Gemeinde gesprochen. Zum finalen Abschluss erhalten alle Anwesenden den Segen Gottes durch den Pfarrer, der dann gemeinsam mit dem Brautpaar und der Gemeinde die Kirche verlässt.  

Für Ihre kirchliche Hochzeit empfehlen wir Ihnen, ein kleines individuelles Kirchenheft zu erstellen. Es ist nämlich zum einen ein praktisches Programmheft für die Trauung, das z. B. den exakten Ablauf des Gottesdienstes sowie die Noten und Texte der Lieder enthält, die während der Trauung gesungen werden sollen. Und zum anderen ist es ein schönes Erinnerungsstück an Ihre kirchliche Hochzeitsfeier, das Sie selbstverständlich noch mit vielen eigenen Fotos und Texten verschönern können. Einige Beispiele hierzu finden Sie auf den Seiten unserer virtuellen Hochzeitsmesse.    

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